Was kann ich gegen den Klimawandel tun?
Wärmepumpen

Mit einer Wärmepumpe kann man Energie aus der Erde für Heizung und Warmwasser nutzen.

Eine Wärmepumpe funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank: Ein Kältemittel entzieht der Umwelt Wärme, beim Verdichten des Kältemittels steigt dessen Temperatur und kann über Heizflächen im Haus abgegeben werden. Wärmepumpen sind umso effizienter, je geringer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizkörper ist: Als Wärmequelle für die Wärmepumpe dienen am besten Erdreich oder Grundwasser, denn diese kühlen im Winter weniger stark ab als die Außenluft. Kostengünstig und umweltschonend ist eine Wärmepumpe außerdem nur in einem gut gedämmten Haus, in dem Flächenheizungen mit niedrigem Temperaturniveau ausreichen - optimal sind Neubauten, denn hier können Fußboden- oder Wandheizungen eingeplant werden und die Kosten für Öltank oder Gasanschluss und Schornstein entfallen; außerdem lassen sich Erdkollektoren oder Erdsonden mit geringerem Aufwand installieren.

Bei der Auswahl der Wärmepumpe ist die Leistungszahl wichtig: Sie gibt das Verhältnis der gewonnen Wärme zur aufgewandten elektrischen Energie an: Je größer sie ist, desto mehr Wärme liefert die Wärmepumpe bei gleichem Stromverbrauch. Die Leistungszahl sollte mindestens 3,5 betragen, um wenigstens die Abwärmeverluste bei der Stromerzeugung auszugleichen. Richtig gut für das Klima sind Wärmepumpen erst, wenn sie mit Sonnenkollektoren kombiniert werden (dann kann man über die Erdkollektoren das Erdreich sogar als Speicher für im Sommer überschüssige Sonnenwärme nutzen) oder wenn der Strom aus Blockheizkraftwerken mit hohem Wirkungsgrad oder direkt erzeugtem Strom aus erneuerbaren Quellen (>> hier) stammt. Dann reduzieren sie den Verbrauch fossiler Brennstoffe und sind eine zukunftssichere Technologie.

Testergebnisse für Wärmepumpen hat zum Beispiel die Stiftung Warentest in test 6/2007 veröffentlicht.

© Jürgen Paeger 2008 - 2010